[WWoC] Captain Marvel #1

CM0119Mein Verhältnis zu Marvels ikonischer Frauenheldin ist zugegebenermaßen nicht ganz frei von Störungen. Ich hab Carol Danvers eigentlich erst im Rahmen von Kelly Sue DeConnicks Run kennen- und schätzen gelernt, und auch die Miniserien mit Kelly Thompson als Co- bzw. Alleinautorin wirklich genossen. An der Spitze von Alpha Flight begann sie aber schon ein wenig, mir auf den Senkel zu gehen und mit ihrer Haltung während der Civil War II-Krise war der Charakter für mich eigentlich verbrannt. Dazu kam, dass ihr Charakter mehr und mehr von einem toxischen Feminismus geprägt schien, der sie mir mehr und mehr unsympathisch und damit nahezu der einzigen weiblichen Heldin machte, die ich nicht ausstehen konnte.

Wenn also nicht Kelly Thompson als Autorin der aktuellen Captain Marvel-Serie zeichnen würde, hätte ich vielleicht ganz meine Finger von der Reihe gelassen. Und so sehr ich Thompsons Comic-Reihen auch schätze, findet sich auch hier ein Widerhall der von mir kritisierten Dinge wieder. Ein erster Gegner, der geradezu das Paradebeispiel eines ekelhaften Sexisten darstellt, ein erneutes Aufeinandertreffen von Vorzeigemacho Tony Stark mit Carol (mal im Ernst, wenn man Carol um etwas bitten möchte, von dem man weiß, dass sie keine Lust drauf hat – hier ein Interview zur Imagepflege – dann schicken doch nur Vollidioten ausgerechnet die Person hin, zu der Carol aufgrund der jüngeren Geschichte ein extrem gespaltenes Verhältnis hat), und ach ja, unfähige männliche Avengers, die ratlos vor einer von einem maximal C-Schurken aufgebauten Barriere stehen, die sie in jeder anderen Serie mit Leichtigkeit durchbrechen würden: ich frag mich schon, warum man Carol Danvers nicht einfach als starke Frau darstellen kann, ohne dabei männerfeindliche Stereotypen zu verwenden. Geht mit den anderen Superheldinnen ja auch.

Aber damit genug der Nörgelei. Die sollte nämlich nicht die Stärken der Serie übertünchen. Davon gibt es nämlich reichlich. Nicht nur, das es Kelly Thompson wieder mal gelingt, ein tolles Frauenteam aufzustellen (Spider-Woman, She-Hulk. Echo und Hazmat – und auch ihre alte Nemesis Rogue wird noch eine wichtige Rolle spielen), wie immer versteht sie es meisterhaft, die Chemie zwischen den Charakteren darzustellen. Speziell Jessica und Carol machen gefühlt einfach da weiter, wo man sie beim letzten Mal zusammen gesehen hat. Dazu kommt natürlich einiges an lustigen Sticheleien (speziell Hazmat ist mir da ans Herz gewachsen) sowie jede Menge Action, die von Zeichnerin Carmen Canero und Coloristin Tamra Bonvillain sehr schön in Szene gesetzt werden. Die Handlung selbst ist zugegebenermaßen etwas hanebüchen, aber das stört mich bei den klassischen Marvel-Comics aus der Silber-Ära ja auch eher selten. Vielleicht muss man es einfach so sehen, als eine Anknüpfung an klassische Comics, bei denen nicht alles düster und grimmig sein musste und die Schurken nicht besonders komplex sein mussten, sondern ein völlig überzeichnetes Gimmick darstellen konnten.

Alles in allem also ein gelungener Schritt zurück zu der Carol, die ich gerne gelesen habe. Und wer weiß, vielleicht sorgt das (bei mir) anstehende War of the Realms-Event ja dafür, dass die Civil War II – Misere endgültig in Vergessenheit gerät.

Captain Marvel #1 erscheint am 28.01. im deutschen Handel und beinhaltet die ersten 5 Hefte der amerikanischen Vorlage.

[WWoC]Miles Morales: Spider-Man 1 – Tagebuch eines jungen Helden

[Da ich die Romane über Marvel Unlimited gelesen habe, kann ich hier keine Aussage über die Übersetzungsqualität plus etwaige Extras der deutschen Ausgabe machen, sondern beschäftige mich nur mit dem Inhalt; dies gesagt sind meine jüngeren Erfahrungen mit den deutschen Ausgaben von Panini eher positiv]

DSMMMN001_minMiles Morales ist wohl der inzwischen bekannteste der neuen Garde junger Superhelden, die Marvel unter anderem auch deswegen entwickelte, um für mehr Diversität in ihrem Superheldenroster zu sorgen. Ursprünglich der Nachfolger des im Ultimate-Universum verstorbenen Peter Parker, erfreute sich der junge Afro-Latino sehr schnell großer Beliebtheit und wurde folgerichtig im Zuge der Universenvereinigenden Secret Wars Storyline ins neue Hauptuniversum gerettet. Ich kenne ihn persönlich nur aus seinen Anfängen und später Teilen der Champions-Reihe, bin also nicht über seine jüngere Entwicklung auf dem Laufenden. Der Neustart der Serie, deren erste 6 Romane seit Anfang Dezember im Sammelband „Miles Morales: Spider-Man 1 – Tagebuch eines jungen Helden“ in deutscher Übersetzung vorliegen ist daher Anlass genug, mal wieder in Brooklyn vorbeizuschauen.

Der Begriff Tagebuch ist dabei übrigens wörtlich zu nehmen, denn tatsächlich erleben wir die Abenteuer des jungen Webslingers über die Tagebucheinträge, die er als Hausaufgabe für seinen Schulkurs in Kreativem Schreiben verfasst. Womit gleich klar ist, dass Miles Privatleben in den Romanen ähnlich viel Aufmerksamkeit erhält wie sein Leben als Superheld. Kurz zusammengefasst: Seine Eltern wissen inzwischen über seine Doppelexistenz Bescheid (und sind mächtig stolz auf ihren Jungen), sein Onkel Aaron hat sich in der Zwischenzeit von einem Kleinkriminellen zu einem ausgewachsenen Superschurken gemausert, sein Freundeskreis besteht immer noch aus Ganke und Judge (plus seiner neuen Flamme Barbara), und er kämpft immer noch damit, die richtige Balance zwischen seinen beiden Identitäten zu finden. Soweit alles harmonisch also, bis er während eines Überfalls zufällig auf Rhino stößt, der ihm während der folgenden Prügelei deutlich seine Grenzen aufzeigt. Glücklicherweise ist Alexei hier aber gar nicht der Bösewicht, sondern auf der Suche nach seiner Nichte auf die Spur dieser Überfälle gelandet. Auch für Miles nimmt dieser Fall schnell eine persönliche Note an, als er herausfindet, dass auch Eduardo, der Cousin seiner Freundin, verschwunden und unfreiwillig Teil der Gangsterbande wurde. Spidey und Rhino tun sich also zusammen, um die wahren Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen, was ihnen schlussendlich mit tatkräftiger Unterstützung von Captain America auch gelingt. Dessen Auftreten hier sehr zufällig wirkt, aber da Miles und Steve seit der Civil War II-Storyline eine sehr spezielle Beziehung haben, nimmt man sein Auftauchen gerne hin.
Zeit für eine kleine Pause vom Superheldendasein: Miles lässt sich von Judge und Barbara dazu überreden, die Schule zu schwänzen um eine Hip Hop-Ausstellung zu besuchen. Der Zeitpunkt könnte aber nicht ungünstiger gewählt sein, da der Konrektor seiner Schule, Mr. Dutcher, eh schon davon überzeugt ist, dass Miles regelmäßig die Schule schwänzt, und sofort misstrauisch wird, als dieser sich plötzlich krank meldet. Auch der Weg zur Ausstellung zwingt Miles mehrfach, seine Kräfte einzusetzen, was speziell seine Freundin Barbara zusehends misstrauisch macht und für Konflikte in ihrer Beziehung sorgt, als sie ihn damit konfrontiert, dass er offensichtlich Geheimnisse vor ihr habe. Während dessen nimmt auch die Action wieder an Fahrt auf, da Tombstone und seine Gang offensichtlich beschlossen haben, die Macht auch in Brooklyn zu übernehmen und zu diesem Zweck einen vollausgewachsenen Gangwar anzetteln. Um das zu verhindern, tut Miles sich mit der mysteriösen Starling zusammen, die ebenfalls hinter Tombstone her ist, wenn auch aus sehr persönlichen und mordlüsternen Gründen. Ohne spoilern zu wollen, sorgt das am Ende für einen extrem coolen Showdown, bei dem Miles alles auf eine Karte setzen muss, um Starling vor sich selbst zu schützen.

Saladin Ahmed und Javier Garron ist hier ein extrem starker Neustart einer Serie gelungen. Ihnen gelingt es nahezu spielerisch, die beiden Seiten von Miles Existenz – Schüler und Superheld – auf eine Art und Weise zu verbinden, wie ältere Leser das von den frühen Peter Parker Comics her kennen. Dabei tauchen quasi alle typischen Spider-Man Trademarks auf (die Schwierigkeit der Balance von Privat- und Superheldenleben, die privaten Probleme, die sich aus der Superheldenexistenz ergeben, die quälenden Selbstzweifel, die große Verantwortlichkeit, die aus großer Macht erfolgt, aber auch die witzigen Dialoge im Kampf), die aber sehr geschickt mit dem sehr anders gestrickten Hintergrund des Hauptcharakters verbunden werden, so dass sich Miles nie wie eine reine Kopie von Peter Parker anfühlt. Damit gelingt es dem Autor, den Spider-Man-Mythos aus den Sechzigern in die Moderne zu transferieren und so eine zeitgenössische Ausgabe des Webslingers zu formen, die für jüngere Generationen wahrscheinlich viel besser als Identifikationsfigur dienen kann als die doch inzwischen sehr erwachsen gewordene Originalversion.
Auch scheuen Ahmed und Garron keineswegs davor zurück, ihren Protagonisten mehr als einmal Prügel einstecken zu lassen. Die Art und Weise, wie Miles Angriffe nahezu wirkungslos von Rhino abprallen, machen mehr als deutlich, wie sehr der junge Superheld noch am Anfang seiner Karriere steckt und wie wenig Erfahrung er noch besitzt. Auch dies ein Motiv, dass sich durch die Romane zieht. Natürlich ist Miles allen normalmenschlichen Gegnern deutlich überlegen, aber sobald der Gegner selbst über spezielle Kräfte verfügt, wird es für ihn schwierig. Aufgeben kommt allerdings auch für ihn nicht in Frage, und während er noch lernen muss, sich selbst zu vertrauen, ist seine Umwelt (zumindest teilweise) da schon deutlich weiter. Herrlich die Szene, als Cap America ihn fragt, wie es denn nun weitergehe, und sich damit fraglos seiner Autorität unterwirft, was Spidey nahezu in die Paralyse erschreckt. Was Steve wiederum dazu nutzt, Miles eine kleine Lektion im Superheldendasein zu geben.

Jedenfalls hat es der mir bis dato eher unbekannte Autor Saladin Ahmed geschafft, sich auf Anhieb weit oben in der Liste meiner Lieblingsautoren einzureihen, und ist es nach Lesen dieses Romane für mich alles andere als ein Wunder, dass er inzwischen auch als Hauptautor für die neue Ms.Marvel-Serie verantwortlich zeichnet. Dafür gibt es von mir eine dicke Leseempfehlung.

Ach ja, und Frohe Weihnachten 🙂

[Comics]Wahnvorstellungen

MusingsIch hab ja immer noch den wahnwitzigen Wunsch mich durch die komplette Comic-Historie der beiden großen Superheldenverlage (Marvel und DC) durchzulesen. Eine kurze Kalkulation hat ergeben, dass ich bei einem täglichen Lesekonsum von 15 Comics am Tag dieses Ziel sogar noch innerhalb meiner Lebenszeit, sprich in den nächsten 35 Jahren erreichen könnte (vorausgesetzt ich werde 80 Jahre alt), und da wären dann sogar schon die Ausgaben dabei, die voraussichtlich in dieser Zeit neu erscheinen werden.

Auf der Seite Marvels ist das dank meines Marvel Unlimited Abos sogar auf recht kostengünstige Weise möglich, ohne dabei meine Finanzen zu übersteigen, von daher macht es durchaus Sinn meinen Fokus auf diesen Verlag zu legen. Andererseits bin ich (abgesehen von den X-Men) eher ein Fan der Charaktere aus dem Hause DC, von daher geht es mir gegen den Strich die links liegen zu lassen. Also mal schauen.

Die andere Geschichte ist natürlich (und ich bleib jetzt mal auf der Marvel-Seite) die Frage, wo ich damit anfangen soll. Ganz am Anfang (mit Fantastic Four #1 von 1961) hätte natürlich seinen Reiz, bringt aber das Problem mit sich, dass ich dann von aktuellen Entwicklungen so gar nichts mitbekommen würde. Andererseits versteht man bei aktuellen Ausgaben oft bestimmte Details nur, wenn man die Vorgeschichte kennt, und das hat bei mir bisher noch jedes Mal dazu geführt, dass ich immer weiter in die Vergangenheit zurückgegangen bin, weil das auch bei den älteren Ausgaben der Fall ist. Damit landet man dann irgendwann im Nirgendwo und verliert den Faden, dem man initial eigentlich folgte.

Also plane ich 3-gleisig: ganz von Anfang an, parallel dazu ausgehend von der Avengers: Disassembled Storyline, die das Zeitalter der großen Crossover-Events einleitete und gleichzeitig noch mit den aktuell bei Marvel Unlimited erscheinenden Serien. Ich vermute, dass ich es wieder nicht schaffen werde, den Plan konsistent einzuhalten, aber immerhin hab ich so drei Fixpunkte, die mir im Falle des Falles bei der Reorientierung helfen sollten. Für den Blog bedeutet das (hoffentlich) einen recht steten Zufluss an comic-bezogenen Posts, wobei das eher in Form von Kurzkommentaren zu den gerade gelesenen Ausgaben erfolgen wird, bei ausgewählten neueren aber vielleicht auch in ausführlicheren Rezensionen, zumal diese ja auch in etwa mit den deutschen Neuveröffentlichungen bei Panini zusammenfallen.

Ach ja, und 15 Hefte pro Tag? Schaff ich nie im Leben, aber der Weg ist ja bekanntermaßen das Ziel.

P.S. Und natürlich hab ich schon eine Menge Comics gelesen, die rechne ich aber nicht ab, weil ich die wahrscheinlich eh nochmals lesen werde.

[WWoC]DC Rebirth: Die Wiedergeburt des DC Universums

dcrebirthpaperbacksoftcover_softcover_351Nachdem sich DC mit ihrer Neuinterpretation des DC Universums im Rahmen ihrer „The new 52“-Initiative (auf Deutsch einfach: Das neue DC Universum) doch sehr starker Kritik ausgesetzt war (wie üblich bei Kontinuitätsbrüchen), besann man sich schnell eines Besseren und startete mit „Rebirth“ im Mai 2016 einfach nochmal von Neuem, diesmal mit dem Ziel, an den Status Quo vor dem Flashpoint-Event anzuknüpfen, der die Neue 52 seinerzeits eingeleitet hatte. Das ist jetzt auch schon wieder 3 Jahre her (bzw. 2 Jahre für die Leser der deutschen Ausgaben) aber dennoch ein guter Zeitpunkt, um wieder in die Serien einzusteigen, ohne allzuviel Vorwissen zu benötigen.

Das gilt allerdings nur eingeschränkt für den Startpunkt der Rebirth-Ära, der mit einer Spezialausgabe gesetzt wurde, die quasi direkt an die Ereignisse von Justice League #50 und Superman 52 anschliesst, den jeweils letzten Ausgaben der New 52-Heftreihen . Hauptprotagonist des DC Universe Rebirth Specials ist Wally West, ehemaliger Kid Flash und späterer Flash, der zu Beginn der Neuen 52 spurlos aus der Kontinuität verschwunden war. Hier wird, wenn auch in sehr kryptischer Form, dieses Verschwinden im Ansatz erklärt und damit der Nährboden für die folgenden Storylines gelegt. Zu Beginn stellt sich nämlich heraus, dass Wally in der Speed Force aufgegangen ist und nun verzweifelt versucht, in die Realität zurückzukehren, um die verbliebenen Welt vor einer geheimnisvollen Kraft zu wahren, die die Geschichte des DC Universums entscheidend manipuliert hat. Über das Heft verteilt finden sich mehrfach Hinweise auf die Watchmen, über die Zusammenhänge mit dem Manipulator der Ereignisse kann ich aber nicht mal spekulieren (ich muss an der Stelle zugeben, dass ich von denen zwar die Namen, aber sonst rein überhaupt nichts kenne, weil ich Alan Moore bis dato kaum gelesen habe).

Über die Kapitel des Heftes hinweg besucht Wally verschiedene Figuren des DC Universums, immer in der Hoffnung, von ihnen wiedererkannt und damit in die echte Welt zurückgezogen zu werden. Den Anfang macht er mit Bruce Wayne, dem Detektiv, der „jedes Rätsel dieses Universums, ob nun in den Straßen von Gotham oder in den Feuergruben von Apokolips“ lösen kann. Im Augenblick von Wallys Erscheinen ist die Fledermaus allerdings mit einem noch nicht gelösten Rätsel beschäftigt, nämlich mit dem um die 3 Joker, die es plötzlich zu geben scheint. Batman kann sich allerdings nicht an Wally erinnern, und so wird dieser wieder in die Speed Force zurückgezogen, nicht ohne Bats aber auf den Brief hinzuweisen, den dieser von seinem Vater Thomas Wayne (wenn ich recht erinnere, war das aber der Vater aus der alternativen Realität während des Flashpoint-Events) erhalten hat, und mit dem angeblich alles angefangen habe.

Wallys zweiter Besuch gilt Johnny Thunder, der verzweifelt auf der Suche nach der originalen Justice Society ist, die er anscheinend mit seiner Macht verschwinden hat lassen und in der Zwischenzeit in einer Psychiatrie gelandet ist. Der dritte Versuch gilt seiner Frau Linda, die ihn aber ebenfalls nicht erkennt. Erst als alles schon verloren scheint, und Wallys Verbindung zur Erde fast erloschen ist, wird er von Barry Allen wiedererkannt und in die Realität zurückgebracht (was übrigens der einzige kleine Kopfschüttler dieser Ausgabe ist, denn logisch wäre es eigentlich gewesen, Barry ganz am Anfang aufzusuchen. Wie dem auch sei, Wally is back und beschließt, als nächstes seine alten Teen Titans-Freunde aufzusuchen. Und so schließt der Comic mit einer weiteren Umblende zu Bruce Waynes Bathöhle, der an der Stelle, an der währen Wallys erstmaligen Auftauchen der Blitz einschlug, einen geheimnisvollen Smiley-Button findet (wie gesagt, sagte mir das erstmal nichts, hat aber offenbar etwas mit den Watchmen zu tun (vielleicht sollte ich mir die also doch mal reinziehen).

Natürlich ist das nicht alles, was in der ersten Rebirth-Ausgabe angesprochen wird, Wir sehen Hinweise auf die verschiedensten Helden des DC-Universums, angefangen mit dem Original-Superman, der (während Convergence) auf einer Parallelerde gelandet ist, und mit den anderen Helden gerade den Tod des Supermans dieser Welt miterlebt hat, über Aquaman, den Blue Beetle bis hin zu Saturn Girl. Wie gesagt sind die meisten dieser Panels sehr kryptisch gehalten und dienen natürlich dazu, den Leser neugierig auf die entsprechenden Handlungen zu machen. Was Autor Geoff Johns, zumindest was mich angeht, auch in überzeugender Weise gelingt.

Wie zu Beginn erwähnt, kann dieser Roman aber nicht ganz ohne Vorwissen gelesen bzw. verstanden werden, was daran liegt, Dass Rebirth keinen kompletter Reboot des DC Universums darstellt, sondern dass hier versucht wird, die Prä- und Post-Flashpoint-Universen sinnhaft zusammenzubringen und außerdem mit den Watchmen ein bis dato außerhalb der DC-Kontinuität liegendes Universum einzubinden. Wie gut das insgesamt gelingt, kann erst die Zeit erweisen, DC Rebirth #1 (so auch der Titel der auf deutsch im Februar 2017 erschienenen Spezialausgabe) macht aber einen sehr ansprechenden Beginn. Sehr lesenswert (5/5 Sterne).

Kleiner Nachtrag noch: Der Post hier markiert den Startpunkt eines mal wieder unrealistischen Plans, mich durch das komplette Rebirth-Universum hindurchzulesen bzw. diese dann auch zu besprechen . Ich benutze dabei vor allem die englischen Originalausgaben, versuche mich aber, bei meinen Postings an der Timeline zu orientieren, wie sie auf verschiedenen amerikanischen Reading Order-Seiten aufgestellt wurde. Außerdem orientiere ich mich so gut wie möglich am Erscheinungsformat der deutschen Panini-Ausgaben. Im Idealfall schaffe ich es, auf den aktuellen Stand zu kommen und ab da meine Besprechungen mit dem Erscheinen der jeweiligen deutschen Ausgaben zusammenfallen zu lassen.