Blogshow #1 – Was die anderen so schreiben

Eine Seite, die ich immer wieder gerne besuche, weil es dort immer wieder neue Ideen und neues Material zu finden gibt, ist Wolfgang Baurs Verlagsseite Koboldpress. Als da aus der letzten Woche beispielsweise wären:

The mischievous Art of Infighting, ein schöner Artikel, der anhand der Beispiele von Robert E. Howards Erzählung The Fires of Asshurbanipal sowie Ray Harryhausens Verfilmung The 7th Voyage of Sinbad für das Design komplexer Kampfbegegnungen plädiert, in denen die SC zwischen die Fronten rivalisierender Monstergruppen geraten.

Teil 1 sowie Teil 2 eines zweiteiligen Interviews mit Autor J.F. Lewis über Comics, Rollenspiele sowie den ersten Band seiner neuen Fantasytrilogie Grudgebearer.

Die Sandgorgone, eine Gorgonenvariante, die sich, in einen Sandsturm gehüllt, auf unvorsichtige SC stürzt und diese wahlweise mit elektrischen Ladungen oder mit ihrem Salzodem malträtiert.

Eine Vorschau auf die 13th Age-Version von Deep Magic, die eine Auswahl der magischen Traditionen aus dem zweiten Kapitel kurz beschreibt sowie die zugehörigen Zauberlisten aufführt.

In der Collection of Curiosities gibt es diesmal 12 Phiolen zu bestaunen. Die beim Öffnen auftretenden Effekte sind teils durchaus geeignet, als Aufhänger für das nächste Abenteuer zu dienen.

Lost Magic: Earth’s Memory ist ein Grad 1-Zauber für Druiden und Waldläufer, mit dem man den Spuren zuvor “präparierter“ Wesen folgen kann.

Und nochmal Kurioses: Die12 Treats of Trickery sind erster Linie als humoristisches Element für Halloween-Spielrunden gedacht; aber wer weiss, vielleicht gibt es ja auch in meinem Setting einen Platz für einen magisch begabten, aber leicht verrückten Zuckerbäcker.

Rüber geht’s zu Gnomestew. Dort finde ich I’m your number one fan ganz lesenswert, Angela Murrays flammendes Plädoyer dafür, dass der SL eigentlich der größte Fan der SC seiner Spieler sein müsse. Ich stimme ihr größtenteils zu, zumal sie nicht so weit geht, ein herausforderungsfreies Spiel zu fordern. Dass sie allerdings George R. Martin und Joss Whedon als Illustration für antagonistische SL verwendet, halte ich dann doch für übertrieben.

Schon etwas älter ist der Beitrag So you want to Build a world, der exemplarisch den großen Nutzen mehrerer Computertools für den Bau eigener Welten demonstriert. Sehr inspirierend.

Johnn Fours Roleplaying Tips sind auch immer wieder einen Blick wert. Making Undead Cool again beschreibt drei Möglichkeiten, wieder Leben in die Untotenbude zu bringen. Nämlich:
1. Gib ihnen einen Anführer.
2. Gib ihnen eine Gesellschaft und eine Kultur.
3. Gib ihnen überraschende Regelelemente.

Und last but not least: Bedrock Games ist ein kleiner Verlag, dessen Produkte mit bisher völlig unbekannt sind. Ganz interessant finde ich allerdings den zugehörigen Blog The Bedrock Blog, auf dem die Designentscheidungen und -Vorlieben diskutiert werden. So gibt Playing with Politics einen Einblick, warum die Integration von Politik ins Spiel nach Meinung der Designer nicht nur die Spannung erhöhen kann, sondern auch dem SL sogar die Arbeit erleichtert.